Aus dem digitalen Leben eines Medienwissenschaftlers 2.0

Oder: Warum ich zu twittern beginne…

Als ich gestern wieder einmal meinen Feedreader nach interessanten Artikeln in der Blogosphäre durchstöberte, bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der mich trotz seiner augenscheinlichen Länge absolut gefesselt hat! Er stammt von einem unserer lieben Kollegen, für den die freie Arbeit in der Medienbranche wirklich eine Berufung darstellt und widerspiegelt einen Großteil der Aufgaben und Tätigkeitsfelder eines gelernten Medienwissenschaftlers 2.0, der sich in das „digitale Erwachsenwerden“ stürzt, direkt in den Medienozean, wie er es so treffend formuliert! Ein toller Beitrag, Steffen und hier kommen meine kurzen Gedanken dazu:

Wir reden in letzter Zeit immer öfter darüber, inwiefern es schon Digital Natives gibt und wir bereits digital sozialisiert sind. Ich denke, dass muss man auf den ersten Blick kritisch sehen, zumindest wenn man, aus meiner Perspektive gesprochen, in die Hörsäle und Seminarräume heutiger Unis schaut. Dort sitzen durchaus motivierte Studierende, die sich trotzdem sie offen für digitale Technologien sind, noch lange nicht gleich in die Schublade von Computer-Wesen mit angeborenen technisierten Lebensabläufen pressen lassen. Aber dieser Blog-Beitrag bringt eine Entwicklung auf den Punkt, die man durchaus als digitalen Lebenswandel in unserer Informationsgesellschaft bezeichnen kann, der zugegeben vor allem in den jüngeren Altersklassen Einzug hält. Wer verstehen will, was hier seit ein paar Jahren abgeht, sollte sich diesen leicht autobiographischen Bericht eines, wie ich finde, Knowledge-Workers per excellence nicht entgehen lassen! Deshalb an dieser Stelle schonmal viel Freude beim Lesen 🙂

Ich persönlich habe mich an vielen Stellen des Beitrags in meinem Umgang mit digitalen Medien genau wiederfinden können und denke, dass wir an einem Punkt angekommen sind, in dem es als Medieninteressierter einfach dazugehört, sich umfassende Kompetenzen anzueignen und aktiv diesen Lebenswandel mitzugestalten. Ich würde also eher von einer Generation der „Digital Literates“ sprechen, die mehr und mehr ein kritisches Bewusstsein über die Entwicklungen, derer sie selbst Teil sind, ausprägen (müssen).

Und letztlich hat mich dieser Beitrag auch in einem innerlichen Entscheidungsprozess bestärkt, der mich schon seit längerem intensiv beschäftigt hat. Ja, ich werde mit Twittern anfangen, weil ich denke, dass es zu unserer heutigen sich permanent und schnell wandelnden Kommunikationswelt einfach dazugehört. Und ja, Ihr habt richtig gelesen – ich war bisher ein Nicht-Twitterer und habe lediglich im Twitterverse ein wenig gesurft, um einigen Themen anhand von Hashtags zu followen, mit der Überzeugung, dass meine 2cents an Informationen in den Blog gehören und nicht auch noch als Internet-SMS ins WWW posaunt werden müssen. Aber genau dieses „soziale Kontakte-Netz“, dass Steffen so schön als „rettenden Leuchtturm“ im Medienozean beschreibt und dass ich durch meine bisherigen Social Media-Aktivitäten auch kennenlernen durfte, erhoffe ich mir im Twitterverse noch intensiver pflegen und erweitern zu können. Es soll also ein weiterer Schritt auf der (sicherlich) lebenslangen Entdeckungsreise im Social Web werden und nicht nur ein reines „Folgen“ und „Gefolgt-Werden“, sondern um das Teilen von Wissen und den Austausch von Nützlichem gehen. Also los gehts! Ich freue mich auf viele bekannte und neue Twitter-Gesichter und hoffe,  dass ich den Arbeits- und Lernalltag meiner Follower mit meinen Tweets bereichern kann 🙂

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön in die Blog-Nachbarschaft zu Steffen, für diesen inspirierenden Beitrag! Und bis zum nächsten Online- oder Offline-Aufeinandertreffen, für das ich schon jetzt wieder einige neue Ideen hätte – ich denke wir sollten bald mal wieder skypen 🙂